Archive for März, 2011

enrgieverbrauch immobilien

Samstag, März 5th, 2011

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der jährliche primärenergieverbauch bei altbauten liegt bei etwa 360 kWh/m²: 120 kWh/m² für strom (33%), 40 kWh/m² für warmwasser (11%) und 200 kWh/m² für heizwärme (56%).

ein standardhaus als neubau verbraucht heute mit insgesamt nur 150 kWh/m² im vergleich zum altbau zirka 60% weniger primärenergie (70 kWh/m² strom, 30 kWh/m² warmwasser, 50 kWh/m² heizwärme).

ein passivhaus verbraucht zirka 120 kWh/m² (80 kWh/m² strom, 25 kWh/m² warmwasser, 15 kWh/m² heizwärme).

ein „nullenergiehaus“ bilanziert die 45 kWh/m² für strom und 5 kWh/m² für heizwärme mit 50 kWh/m² eigenenergie zu null. der höhere strombedarf beim passivhaus (+10,-€/m² gegenüber einem standardhaus resultiert aus den zusätzlichem stromverbrauch für wärmepumpe, wärmetauscher/ lüftungsaggregate).

energie

Samstag, März 5th, 2011

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energie
die erde stellt uns menschen nur ein bestimmtes potential an erneuerbaren wie nicht erneuerbaren ernergien zur verfügung. energie aus wind, wasser, sonne und erdwärme sind quasi gratis in beinahe unvorstellbar grossen mengen und zudem noch CO2-neutral auf der erde vorhanden, während fossile energieträger wie öl, gas und kohle als wertvolle wie unwiderbringliche ressourcen nur begrenzt vorhanden sind. beim verbrennen von fossilen energieträgern entstehen neben giftigen stoffen unsummen von CO2, welches zur zusätzlichen erwärmung des klimas beiträgt. fossile energieträger -wie auch atomenergie- sind in der gewinnung und förderung mit sehr hohen kosten, massiven umweltveränderungen und last but not least hohen umweltrisiken verbunden und unterliegen als endliche rohstoffreserven einer nicht kalkulierbaren preissteigerung auf den energiemärkten. da deutschland 75% des derzeitigen enegieaufkommen importieren muss (3.380 Mio. MWh import, 1.152 Mio. MWh eigengewinnung im innland), ist die wirtschaftliche abhängigkeit vom globalen energiemarkt imens gross. insgesamt liegt der primärenergieverbrauch im jahr 2008 bei 3.970 Mio. MWh bzw. 14.280 PJ (das sind 48.240 kWh je einwohner). davon werden 286 Mio. MWh (7%) nicht energetisch verbraucht (z.b. schmieröle und fette), 992,4 Mio. MWh (25%) gehen allein durch umwandlungsverluste verloren und 144,3 Mio. MWh (3,6%) werden von den energiesektoren selbst verbraucht. damit verbleiben in deutschland an energetisch genutzter endenergie 2.537 Mio. MWh (30.825 kWh je einwohner), die zu 29% (8.935 kWh je EW) von der industrie, zu 28% (8.700 kWh je EW) im verkehr, zu 27,4% (8.450 kWh je EW) von den haushalten und zu 15,4% (4.740 kWh je EW) durch gewerbe, handel und dienstleistungen verbraucht werden. nach energieträgern verteilt sich die endenergie im jahr 2005 (2.938 Mio. MWh) zu etwa 37,7% auf mineralöle, zu 32,1% auf erdgas, zu 9,4% auf steinkohle, zu 8,7% auf braunkohle, zu 6,4% auf erneuerbare energien und zu 5,7% auf kernenergie. im internationalen vergleich lag der prokopfverbrauch von primärenergie in deutschland bei 55.490 kWh, in norwegen bei 126.100 kWh, in den USA bei 104.600 kWh, in europa bei 44.070 kWh, in china bei 10.350 kWh, in indien bei 6.770 kWh, in afrika bei 4.650 und weltweit bei 22.000 kWh.

prolog :: baukultur

Samstag, März 5th, 2011

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prozesse :: unsere moderne Zivilisation steht mehr denn je in einem spannenden Wechselspiel und Kräftemessen zwischen „alten“ und „neuen“ Kulturformen, die durch Innovationen, neue Märkte, neue Produkte, neue Gesellschaftsformen und sich permanent verändernden Wertmaßstäben gebildet werden. Was die Gesellschaft formt, ist zum einen der Fortschritt der Technologien und des Erkenntnisstandes auf der einen Seite [Know-how, Innovation], die Stabilität und Kontinuität als zeichen der Sicherheit und Stabilität auf der anderen Seite [Tradition]. Experimente und Modernisierungen sind für die Entwicklung einer Gesellschaft überall dort notwendig, wo alte, bis dato bewährte Strukturen, Funktionen, Formen oder Konstruktionen nicht mehr oder nur noch zum Teil funktionieren bzw. dem aktuellen Erkenntnisstand nicht mehr genügen. Alte und neue Formen stehen dabei in einer prozesshaften Wechselwirkung, lösen sich ab oder ergänzen sich. Grundsätzlich ist eine Gesellschaft dabei immer nur so fortschrittlich, modern und effektiv wie die sie bedingenden Strukturen, in denen sie sich kulturell entwickeln und entfalten kann.

fortschritt :: während der Fortschritt in der Kunst wie auch im Design spätestens mit Beginn der „Moderne“ meist direkter Ausdruck seiner Zeit ist, den Zeitgeist quasi „synchron“ in marktfähige Produkte umsetzt, entwickelt sich der Städtebau und die Architektur als wesentlich komplexere, langfristig angelegte Umweltstruktur dazu meist immer zeitverzögert. Der Transfer von Kunst und Design in die Architektur vollzieht sich retrospektiv in einem Zeitraum von zirka 20 Jahren. Aber auch hier werden die Intervalle der technischen, funktionalen wie auch ästhetischen „Aktualisierung“ immer kürzer: bautechnische Innovationen können heute -wie etwa im Automobilbau- direkt und relativ kurzfristig in Städtebauliche wie architektonische Programme umgesetzt werden. So wirkt sich das Zurückhalten von Bauinvestitionen und Erneuerungen im privaten wie öffentlichen Immobiliensektor kurz- wie langfristig stagnierend auf die Entwicklung und den Fortschritt einer Gesellschaft und damit auch auf seinen kulturellen Entwicklungsstand. Dies, weil es überwiegend ökonomische Apsekte sind, die den tatsächlichen Wert einer kulturellen und fortschrittlichen Sichtweise versperren oder ihn verhindern.

qualität :: die Qualität eines Bauwerkes ist dabei im Wesentlichen abhängig von der Sorgfalt und Tiefe, mit der ein Gebäude entworfen, geplant, gebaut und schließlich auch betrieben und gepflegt wird. Viel, günstig, schnell und profitabel Bauen geht meist immer auf Kosten der die Qualität abzeichnenden „Baukultur“ und verfehlt damit soziokulturelle, funktionale wie gestalterische Chancen und Potentiale. Baukultur meint hier, mit und über das gegebene Know-how und den aktuell zur Verfügung stehenden Bautechniken hinaus eine bestmögliche, in sich stimmige Gestaltungslösung für eine bestimmte Bauaufgabe innerhalb eines gegebenen Kontextes zu finden. Je mehr Aspekte, Funktionen und physisch wie psychisch wirkende Effekte eine Architektur berücksichtigt und als integrale wie hochvernetzte Lösung schlüssig umsetzt, desto höher ist letztendlich ihr kultureller Rang als direkter Ausdruck unserer Fähigkeiten, schöne wie funktionale Artefakte zu erzeugen. Erst, wenn alle oder möglichst viele der relevanten Aspekte (Ökonomie, Ökologie, Kontext, Funktion, Bauphysik, Konstruktion, Statik, Energie- und Stoffhaushalt, Licht, Material, Form, Ästhetik, Güte, Qualität, Lebenszyklus etc.) eine in sich schlüssige, sinnvolle wie praktische „gestalterische Lösung“ oder Konzeption ergeben, kann man tatsächlich von einer „Baukultur“ sprechen.

qualitätssicherung :: eine auf nur wenige der oben genannten Aspekte reduzierte oder beschränkte bauliche oder auch städtebauliche Lösung erfüllt sicherlich formal ihren „Zweck“, trägt aber in der Gesamtbetrachtung nur wenig zur baulichen wie räumlichen Kultivierung unseres Lebens bei, verthindert sogar deren Entwicklung. Darin allein liegt unser Bestreben, das vermeindlich nur „zweckmäßige“ oder nur „ökonomische“ (rentable) auf ein kulturell anspruchsvolles Niveau zu heben und damit einen qualitativen Mehrwert für alle zu schaffen. Hierbei geht es nicht nur um die Findung und Umsetzung von intelligenten technischen, konstruktiven, statischen, energetisch nachhaltigen, bauphysikalischen und funktionalen Lösungen, sondern auch und vor allem um deren Transfer und Integration in eine sinnlich wie geistig wahrnehmbare, im besten Sinne „ästhetische“ Qualität: alles sinnlich Wahrnehmbare wie Licht, Farbe, Material, Oberfläche, Form, Struktur, Muster, Klima, Akustik etc. wirkt bewußt wie unbewußt auf unsere Physis und Psyche und kann damit unmittelbar positive, im schlechtesten Falle – was wir besonders vermeiden wollen! – natürlich auch negative Effekte in unserem komplexen Wahrnehmungsmechanismus, dem „Wohlgefühl“ verursachen. Positive Synergieeffekte können sich in einem praktischen „Werk“ (ein Raum, ein Haus, ein Gebäude, ein Platz, ein Wohngebiet, ein Stadtviertel etc.) nur dann entfalten, wenn möglichst alle funktionalen und ästhetischem Aspekte „nach bestem Wissen“ aufeinander abgestimmt sind.

erfahrung + experiment :: da wir das Rad – in unserem Falle Stütze, Träger/ Balken und Scheibe- nicht neu erfinden können, blicken Architekten, Städtebauer, Ingenieure und Gestalter stets auf einen reichen Fundus bereits vorhandener Gestaltungslösungen zurück. Diese „Referenzen“ der Bau- und Stadtbaugeschichte (der Raum, das Haus, die Stadt) gilt es zunächst einmal formal, funktional wie ästhetisch zu verstehen und schliesslich, nach vorangegangener Analyse, diese mit den heutigen Bedürfnissen und Bautechniken zu optimieren. Ändern sich die Bedürfnisse jedoch so stark, dass uns die „Alten“ hierfür keine brauchbaren Beispiele geben können, müssen neue Formen, Funktionen, Strukturen, Konstruktionen, Materialien, Bauelemente oder auch Typologien gefunden werden. Der Bahnhof, der Flughafen, die Fabrik, der Wolkenkratzer, das Fussballstadion, die Messehalle oder die Megapolis sind einige dieser neueren Bauaufgaben, die von den „Alten“ vielleicht im kleineren Maßstab bereits entwickelt wurden, aber erst durch moderne Baumaterialien, Baukonstruktionen und Gebäudetypen realisiert werden konnten. Hier startet offensichtlich das „Experiment“, neue Gebäudetypen zu gestalten und neue Bauweisen zu erfinden, für die es bisher keine Vorbilder gab. Dennoch müssen sich auch diese „Neuen“ Bauwerke stets mit den alten Referenzen an Qualität und Wirkung messen lassen, um sie letztendlich im Sinne der Baukultur für gut zu befinden.

alt + neu :: da sich unsere Lebensverhältnisse und Bedürfnisse permanent verändern (Mobilität, Kommunikation, Arbeitswelt, Wirtschaft, Demographie, Klima etc.), müssen sich zwangsläufig auch die Gebäude und Städte diesem Wandel in irgendeiner Form „anpassen“, wenn wir sie nicht museal oder konservatorisch als Geschichtsdenkmal erhalten wollen. Dort, wo alte Bau- und Stadtstrukturen bereits vorhanden sind, müssen die alten Gebäude, Quartiere und Strassen zumindest in Teilen den neuen Bedürfnissen angepasst werden (Technik, Funktion, Tragwerk). Haben diese Gebäude oder Quartiere einen nachweislich hochbewerteten baukulturellen oder geschichtlichen „Wert“, sollten sie dem hierfür vorgesehenem Denkmalschutz übergeführt werden. Andernfalls können sie durch respektive Modernisierung (Beibehalten/ Erhalten der alten Bausubstanz) oder durch Neubauten ersetzt werden. Hierbei wird es immer zu einer Auseinandersetzung mit dem „Alten“ kommen, bei der oft schwierigen Frage, es zu erhalten, auszutauschen oder durch neues zu ersetzen bzw. zu verändern. Doch Alt und Neu ist kein Widerspruch per se sondern kann sich, wenn es gut gemacht wird -nebeneinander wie miteinander-, zu einer ganz neuen, eigenen Qualität verschmelzen. Die Qualität der „Erhabenheit“ des Alten ist etwas, was neue Architektur -gleich, in welcher handwerklichen oder formalen Qualität ausgeführt- i.d.r. noch nicht besitzt, weil es eben noch keine Geschichte, keine schützende, zu respektierende Patina hat. Hierin liegt ein grosse Chance, den unzweifelhaften Charm des untauglich oder unpraktisch gewordenen Alten mit den Vorzügen und Notwendigkeiten moderner Architekturen zu kombinieren.                                     

architektur + baukultur

Freitag, März 4th, 2011

Liebe Gäste!

Das Thema Architektur und Baukultur ist ein weites Feld. Zur besseren Orientierung und Information stellen wir Ihnen daher zusätzlich zu unserer Internetpräsenz diesen Blog bereit und hoffen, mit dem ein oder anderen Thema und Gedanken über Stadt, Architektur, Baukultur, Kunst und Design Ihr Interesse zu finden. Die Themen und Beiträge werden von uns peu a peu ins Netz gestellt und nach Bedarf und Notwendigkeit aktualisiert.

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen,

Ihr Björn Sellge