energie sparen

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Die beste und effektivste Methode, Energie und Ressourcen zu sparen, liegt vor allen technischen Innovationen im bewußten wie rationellen Ungang mit Energien und Rohstoffen. Solange Rohstoffe wie Energien in einer konsumorientierten Wirtschaft bzw. luxusorientierten Komfortgesellschaft (Wohlstandsgesellschaft) kaum eine bemwerkenswerte Rolle spielen, fällt es zunächst schwer, alle Aufmerksamkeit und Vernunft auf´s energetische wie materielle Sparen, Einschränken, Verzichten oder effiziente Optimieren zu richten. Doch Rohstoffe wie Energien sind naturgegeben „begrenzt“ und ihre Nachfrage wie Preise werden in Zukunft automatisch mit dem Anstieg der Weltbevölkerung, einer steigenen Nachfrage und einem zunehmenden gesellschaftlichen Wohlstand insgesamt steigen. Nicht nur alle Chinesen und Inder wollen jenen materiellen Wohlstand, wie wir ihn u.a. in Deutschland seit vielen Jahren gewöhnt sind. Auch wir Deutschen steigern unseren Anspruch auf Konsum und Wohlstand kontinuierlich. Das, was wir u.a in den letzten 20 Jahren durch neue fortschrittliche Technologien an Ressourcen und Energien eingespart haben, haben wir unterm Strich durch einen kontinuierlichen Anstieg an Konsum (Verbrauch) letztendlich wieder neutralisiert. Die Umweltbelastungen sind trotz Spitzentechnologie und vorbildlicher Produktionsverfahren durch den Mehrverbrauch quasi die gleichen wie vor 20 Jahren. Heute stehen wir zumindest technologisch an einem Punkt, der bei den konventionellen Techniken (Beispiel Otto-Motor, Automobil) nur noch minimale Optimierungen in Sachen Effizienz und Wirtschaftlichkeit zuläßt. Diese können signifikant nur noch durch sogenannte „Systemwechsel“ infolge weiterer technischer Innovationen bzw. Quantensprünge geleistet werden (wie etwa die Erfindung der LED, der Photovoltaik, der Miniaturisierung im IT-Bereich usw.).

Folgende technische Möglichkeiten bestehen derzeit, Energie und Ressourcen und die damit verbundene Kosten und Emissionen bei Wohn- und Nichtwohngebäuden zu sparen:

> kompakte Baukörper: energetische + wirtschaftliche Optimierung
> optimale Orientierung der Räume zu den Himmelsrichtungen
> Wärmeschutzhülle: Reduktion der Transmissionswärmeverluste
> Nutzung globaler, direkter Sonneneinstrahlung über Glasfassaden
> Wärmepumpen: Energierückgewinnung verbrauchete Abluft
> effiziente Heizkessel/ Brennwerttechnik
> freie bzw. kontrollierte Be- und Entlüftung
> ausreichende Belüftung: min. Bauschäden (Feuchte, Schimmel)
> ausrechende Lüftung erhöht den Raumkomfort (Behaglichkeit)
> effiziente Heiz-, Kühl- und Lüftungssteuerung (Sensortechnik)
> Vermeidung von Überhitzung: Sonnenschutz, Verschattungsanlagen
> hohe Effizienz und Langlebigkeit von Geräten
> gleichmässige Wärmeheizung über Flächen (FBH, Deckensegel)
> Absenkung der Raumtemperatur durch Flächenheizung
> Vorerwärmung/ Abkühlung der Frischluft: Erdkollektoren/ Erdsonden
> Stromerzeugung durch Photovoltaik, Kraft-Wärme-Koppelung
> Photovoltaikelemente als Wärme-, Sonnen-, Sicht-, Witterungsschutz
> Stromerzeugung auch über Solarthermie, Wind, Wasser
> Nutzung von Tageslicht: reduziert Stromverbrauch für Leuchten
> hohe Lichtausbeute der Leuchtmittel reduziert Wärme + Stromkosten
> helle, lichtreflektierende Flächen senken den Lichtbedarf
> autom. Lichtsteuerung senkt Strombedarf, höhere Langlebigkeit

Einsparpotentiale ::
Nach Berechnungen des „Wuppertaler Institutes für Klima, Umwelt, Energie“ wurden 2005 folgende Potentiale zur jährlichen Einsparung von Endenergie in den Sektoren  „Private Haushalte„, „Gewerbe-Handel-Dienstleistungen“ und „Industrie“ sowie daraus resultierende gesamtwirtschaftliche Gewinne inkl. CO2 Zertifikatkosten berechnet (Annahme: 10,- Euro/t CO2) [Berechnungsgrundlagen: 1l Heizöl = 10kWh = 95 cent/l, 1kwh Strom =25 cent/kwh, 1TW = 1 mrd kwh = 12,2kwh strom/EW = 1,22l Heizöl/EW, 82 mio EW]:

1. Einsparpotentiale private Haushalte ::

40 Mio TWh Strom p.a. = 488kWh/EW p.a. = 125,- Euro /EW p.a.
87 Mio TWh Brennstoffe p.a. = 106l Öl/EW p.a. = 100,- Euro/EW

53 Mio tCO2 p.a. = 646m³CO2/EW
1,16 Mrd Euro p.a. gesamtwirtschaftlicher Gewinn = 14,- Euro/EW p.a.

5,55 Mrd euro p.a. Vorteil der Kunden = 68,- Euro/EW p.a.

  • -6 TWh Strom = -150 Mio € p.a. durch Verringerung der „Stand-by-Verluste“ bei Audio + Hifi
  • -1 TWh Strom = -4 Mio € p.a. durch Spülmaschinen mit Warmwasseranschluss (+ 1 TWh Brennstoffe)
  • -2 TWh Strom = -81 Mio € p.a. durch energiesparende Beleuchtung
  • -5 TWh Strom = -122 Mio € p.a. durch effiziente Kühl- und Gefriergeräte der Klasse A+, A++
  • -5 TWh Strom – 43 TWh Brennstoffe = -562 Mio € p.a. durch Heizungsoptimierung (Pumpe, hydr. Abgleich)
  • -5 TWh Strom +3 TWh Brennstoffe = -2 Mio € p.a.  durch effiziente Wäschetrockner
  • -2 TWh Strom + 1 TWh Brennstoff = +20 Mio € p.a. durch Warmwasseranschluss Waschmaschine
  • -15 TWh Strom +18 TWh Brennstoff = +253 Mio € p.a. durch Substitution Nachtspeicherheizung/ E-Warmwasser
  • – 68 TWh Brennstoff = -512 Mio € p.a. durch Wärmedämmung und Heizungserneuerung/ Kesseltausch

2. Einsparpotentiale Industrie ::

41 Mio TWh Strom p.a.= 500kWh/EW p.a. = 125,- Euro /EW p.a.
88 Mio TWh Brennstoffe p.a.= 107l Öl/EW p.a. = 102,- Euro /EW p.a.
53 Mio tCO2 p.a.= 646 m³ CO2/EW p.a. = 6,50 Euro/EW p.a.
2,56 Mrd Euro p.a. gesamtwirtschaftlicher Gewinn = 31 Euro/EW p.a.
3,27 Mrd Euro p.a. Vorteil der Kunden = 40,- Euro/EW p.a. 

  • -15 TWh Strom = -477 Mio € p.a. durch neue, effektive Pumpen
  • -16 TWh Strom -82 TWh Brennstoffe = -1,648 Mrd € p.a. bei Prozesswärme (Substitution)
  • -2 TWh Strom = -63 Mio € bei der Prozess-Kälteherstellung
  • -2 TWh Strom = -86 Mio € p.a. durch effiziente Druckluftsysteme
  • -4 TWh Strom = -124 Mio € p.a. durch effiziente Beleuchtung
  • -2 TWh Strom +1 TWh Brennstoffe = -88 Mio € p.a. bei Ventilation, Lüftung und Klimaanlagen
  • -2 TWh Brennstoff = -13 Mio € p.a. durch Wärmerückgewinnung
  • -4 TWh Brennstoff = -63 Mio € p.a. durch Wärmedämmung und Heizungserneuerung

3. Einsparpotentiale Gewerbe, Handel und Dienstleistungen ::

29 Mio TWh Strom p.a.= 354kWh/EW p.a. = 88,- Euro /EW p.a.
35 Mio TWh Brennstoffe p.a.= 43l Öl/EW p.a. = 41,- Euro /EW p.a.
28 Mio tCO2 p.a.= 341 m³ CO2/EW p.a. = 3,40 Euro/EW p.a.
1,2 Mrd Euro p.a. gesamtwirtschaftlicher gewinn = 15 Euro/EW p.a.
2,01 Mrd Euro p.a. Nettovorteil der Kunden = 26,- Euro/EW p.a.  

  • -1 TWh Strom = -61 Mio € p.a. durch Klimatisierungsbedarf Telekommunikation (Mobil, Festnetz)
  • -4 TWh Strom = -77 Mio € p.a. Stand-by-Verluste im luK-Bereich
  • -6 TWh Strom = -175 Mio € p.a. durch effiziente Pumpen
  • -9 TWh Strom = -325 Mio € p.a. durch effiziente Innenbeleuchtung
  • -2 TWh Strom -1 TWh Brennstoff = -72 Mio € p.a. durch Ventilatoren, Lüftung und Klimaanlagen
  • -4 TWh Strom  = -90 Mio € p.a. beim Kühlen/ Tiefkühlen
  • -1 TWh Strom -16 TWh Brennstoffe = -168 mio € p.a. bei Prozesswärme (Substitution)
  • -1 TWh Strom + 1 TWh Brennstoffe = +6 Mio € p.a. beim Kochen (Substitution Strom durch Gas)
  • -1 TWh Strom = 0 mio € p.a. bei öffentlicher Beleuchtung (Ampeln, Strassen)
  • -1 TWh Strom +1 TWh Brennstoff = +6 Mio € p.a. beim Warmwasser (Substitution Strom durch Gas)
  • -5 TWh Brennstoff = -39 Mio € p.a. durch wärmerückgewinnung
  • -16 TWh Brennstoff = -198 Mio € p.a. durch wärmedämmung und heizungserneuerung

Gesamtbilanz an Einsparpotentialen (1.+2.+3.) ::

110 Mio TWh Strom p.a.= 1.342kWh/EW p.a. = 336,- Euro /EW p.a.
210 Mio TWh Brennstoffe p.a.= 256l Öl/EW p.a. = 244,- Euro /EW p.a.
134 Mio tCO2 p.a.= 1.634 m³ CO2/EW p.a. = 16,34 Euro/EW p.a.
4,9 Mrd Euro p.a. gesamtwirtschaftlicher Gewinn = 60 Euro/EW p.a.
10,83 Mrd Euro p.a. Nettovorteil der Kunden = 132,- Euro/EW p.a.  

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